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Gibt es den Fuchsbandwurm in Wolfsburg?

Generell kann man sagen, dass der Fuchsbandwurm und weitere auf Haustiere übertragbare Krankheiten (z.B. Räude, Bartonellose, multiresistente Keime) auch in unseren Breiten durchaus vorkommen kann. Das  Ansteckungsrisiko durch den Fuchsbandwurm für den Menschen ist allerdings gering. Eine Infektion beim Menschen ist laut Infektionsschutzgesetz meldepflichtig, daher hat man zumindest für diese Fälle relativ verlässliche Zahlen.

 

Im Jahr treten in ganz Deutschland durchschnittlich ca. 40-50 Erkrankungen beim Menschen auf, ein Schwerpunktgebiet der Erkrankungen ist mit ca 80% Süddeutschland. Für Wild- und Haustiere gibt es kein durchgängiges Monitoring. Das Universitätsklinikum Ulm führt seit Jahren verschiedene Forschungsprojekte zu der Verbreitung des Fuchsbandwurm durch.

 

Zu den Risikogruppen gehört jeder der engen Kontakt mit Tieren hat, also auch wir als Jäger, Tierärzte, Landwirte und auch  Kleintierbesitzer von Hunden oder Freigängerkatzen. Die Erkrankung wird in aller Regel zufällig entdeckt, da sie in frühen Stadien keine Beschwerden verursacht. Der Parasit befällt in den meisten Fällen die Leber und führt unbehandelt beim Menschen in einem Zeitraum von 10-15 Jahren zum Tod. Aufgrund des relativ langen Zeitraum von der Ansteckung bis zum Bemerken der ersten Beschwerden, wird die Infektion bei den allermeisten Fällen zumindest bei Haustieren unbemerkt bleiben. 

 

Als wichtigste Maßnahmen gegen eine Infektion für Sie, ihre Familie, ihre Freunde und Besucher, sowie ihr Haustier ist das regelmäßige entwurmen, und die allgemeinen Hygienemaßnahmen (z.B. Händewaschen nach Tierkontakt, insbesondere vor dem Verzehr von Lebensmitteln) einzuhalten.

 

Weitere fundierte Informationen zu dem Thema finden Sie unter:

http://www.fuchsbandwurm.eu/de/fuchsbandwurm/informationen-fuer-hunde-und-katzenhalter